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mardi 6 juin 2017
   
Brèves
Mardi 21 mai - La Revue Z à Terra Nova
lundi 20 mai
Mardi 21 mai 2013 à 19h, rencontre à la Librairie Terra Nova de Toulouse avec l’équipe de la revue Z à l’occasion de la parution du dernier numéro Thessalonique & Grèce, aux éditions Agone. Après une enquête collective au nord de la Grèce, la revue Z viendra présenter son dernier numéro : Thessalonique dans la dépression européenne. Bricolages quotidiens et résistances insolvables.
Groupe de Liaison pour l’Action des Travailleurs
lundi 6 février
Le sommaire des articles de la revue Lutte de classe, publiée par le GLAT, a été largement augmenté, notamment sur la période 1971-1975. Pour tous les numéros listé, une version PDF est maintenant accessible en ligne. Bonnes lectures !
Mise à jour du catalogue du fonds documentaire
jeudi 1er septembre
Une nouvelle version mise à jour du Catalogue du Fonds Documentaire Smolny, très largement étendue (une vingtaine d’entrées supplémentaires) est en ligne ce jeudi 1er septembre 2011. Merci aux contributeurs. D’autres titres à suivre...
Ouverture des archives numériques du CERMTRI
lundi 15 août
Le CERMTRI a décidé de créer une bibliothèque numérique avec l’objectif de numériser le maximum de ses archives et de ses collections. Pour démarrer : La revue « Bulletin Communiste » (1920-1933) ; le journal « La Vérité » (1957-1958) ; la revue des « Cahiers du mouvement ouvrier » (2002-2011). Soit déjà 428 documents ce qui représente 6395 pages. Bravo pour cette excellente initiative !
Sur le Web
[infokiosques.net]
Nous nous auto-organisons et nous montons un infokiosque, une sorte de librairie alternative, indépendante. Nous discutons des publications, brochures, zines et autres textes épars qui nous semblent intéressants ou carrément nécessaires de diffuser autour de nous. Nous les rassemblons dans cet infokiosque, constituons ainsi nos ressources d’informations, et les ouvrons au maximum de gens. Nous ne sommes pas les troupes d’un parti politique, ni les citoyen-ne-s réformateurices de nos pseudo-démocraties, nous sommes des individus solidaires, qui construisons des réseaux autonomes, qui mettons nos forces et nos finesses en commun pour changer la vie et le monde.
Premiers pas sur une corde raide Montreuil (93) : concert de soutien au Rémouleur, samedi 11 octobre 2014 qcq Tout mais pas l'indifférence Crise, totalitarisme, luttes sociales et de classe en Grèce Bruxelles : programme de septembre 2014 au local Acrata
Bibliolib
Catalogue de textes d’origine libertaire ou anarchiste, sans habillage particulier (pas de commentaire, d’édition critique, de note). Les textes bruts donc avec une liste d’auteurs qui commence à être significative. Un bon point d’entrée donc pour ceux qui savent à l’avance ce qu’ils cherchent. Attention : ce site s’est fait subtilisé sa précédente adresse par un site pornographique. Notre propre lien a donc été incorrect quelque temps. Nous en sommes désolé.
Pelloutier.net
Sur l’histoire du syndicalisme révolutionnaire et de l’anarcho-syndicalisme, avec des études, documents et synthèses intéressantes sur Pelloutier, Monatte, La Vie Ouvrière (1909-1914) et sur les mouvements syndicalistes en France, Europe, USA...
Balance
Cahiers d’histoire du mouvement ouvrier international et de la Guerre d’Espagne. Nombreux articles en espagnol. Textes de Bordiga, entre autres.
Classiques des sciences sociales
Une bibliothèque numérique entièrement réalisée par des bénévoles, fondée et dirigée par Jean-Marie Tremblay, sociologue. Comprend de très nombreuses oeuvres du domaine public. La section des "auteurs classiques", en particulier, est une véritable mine, où l’on trouve Bebel, Bordiga, Boukharine, Engels, Fourier, Gramsci, Kautsky, Labriola, Lafargue, Lukacs, Luxemburg, Marx, Trotsky et bien d’autres.
1843-10-03 : Karl Marx an Ludwig Feuerbach
Mitarbeiten an den französich-deutschen Jahrbüchern. Gegen Schelling.
3. Juni 2011 von eric , georges

Marx an Ludwig Feuerbach in Bruckberg

Kreuznach, 3. Oktober 1843

Hochverehrter Herr!

Dr. Ruge hat Ihnen bei seiner Durchreise vor einigen Monaten unsern Plan, französisch-deutsche „Jahrbücher“ zu edieren, mitgeteilt und zugleich Ihre Mitwirkung erbeten. Die Sache ist jetzt soweit abgemacht, daß Paris Druck- und Verlagsort ist und das erste Monatsheft bis Ende November erscheinen soll.

Vor meiner Abreise nach Paris, die in einigen Tagen stattfinden wird, kann ich nicht umhin, noch einen kurzen epistolarischen Ausflug zu Ihnen zu machen, da es mir nicht vergönnt war, Ihre persönliche Bekanntschaft zu machen.

Sie sind einer der ersten Schriftsteller gewesen, welche die Notwendigkeit einer französisch-deutschen wissenschaftlichen Alliance aussprachen. Sie werden daher gewiß auch einer der Ersten sein, ein Unternehmen zu unterstützen, das diese Alliance realisieren will. Es sollen nämlich promiscue  [1] deutsche und französische Arbeiten erscheinen. Die besten Pariser Autoren haben zugesagt. Jeder Ihrer Beiträge wird uns höchst willkommen sein, und irgend etwas werden Sie wohl parat liegen haben.

Ich glaube fast, aus Ihrer Vorrede zur 2ten Auflage des „Wesens des Christenthums“ schließen zu können, daß Sie mit einer ausführlicheren Arbeit über Schelling beschäftigt sind oder doch manches noch über diesen Windbeutel in petto hätten. Sehn Sie, das wäre ein herrliches Debut.

Der Schelling ist, wie Sie wissen, 38tes Bundesmitglied. Die ganze deutsche Polizei steht zu seiner Disposition, wovon ich selbst einmal als Redakteur der „Rheinischen Zeitung“ die Erfahrung gemacht habe. Es kann nämlich eine Zensurinstruktion nichts gegen den heiligen Schelling [...]  [2] zulassen. Es ist also in Deutschland fast unmöglich, den Schelling anders als in Büchern über 21 Bogen anzugreifen, aber die Bücher über 21 Bogen sind nicht die Bücher des Volks. Das Werk von Kapp ist sehr anerkennenswert, aber es ist zu umständlich und trennt ungeschickterweise das Urteil von den Tatsachen. Zudem haben unsre Regierungen das Mittel gefunden, solche Werke effektlos zu machen. Es darf nicht darüber gesprochen werden. Sie werden ignoriert oder die paar patentierten Rezensieranstalten kappen dergleichen in wenigen verächtlichen Worten ab. Der große Schelling selbst stellt sich, als wüßte er von diesen Angriffen nichts, und es ist ihm gelungen, durch fiskalischen Lärm über die Suppe des alten Paulus die Aufmerksamkeit von Kapps Werk abzulenken. Das war ein diplomatischer Meisterstreich!

Aber nun denken Sie sich den Schelling in Paris, vor der französischen Schriftstellerwelt enthüllt! Da wird seine Eitelkeit nicht schweigen können, das wird das preußische Gouvernement aufs peinlichste verletzen, das ist ein Angriff auf Schellings Souveränetät nach außen, und ein eitler Monarch hält mehr auf seine Souveränität nach außen als nach innen.

Wie geschickt hat Herr von Schelling die Franzosen zu ködern gewußt, vorerst den schwachen eklektischen Cousin, später selbst den genialen Leroux. Dem Pierre Leroux und seinesgleichen gilt Schelling nämlich immer noch für den Mann, der an die Stelle des transzendenten Idealismus den vernünftigen Realismus, der an die Stelle des abstrakten Gedankens den Gedanken mit Fleisch und Blut, der an die Stelle der Fachphilosophie die Weltphilosophie gesetzt hat! Den französischen Romantikern und Mystikern ruft er zu: „Ich die Vereinigung von Philosophie und Theologie“, den französischen Materialisten: „Ich die Vereinigung von Fleisch und Idee“, den französischen Skeptikern: „Ich der Zerstörer der Dogmatik“, mit einem Wort: „Ich... Schelling!“

Schelling hat nicht nur die Philosophie und Theologie, er hat die Philosophie und Diplomatie zu vereinigen gewußt. Er hat die Philosophie zur allgemeinen diplomatischen Wissenschaft gemacht, zur Diplomatie für alles. Ein Angriff auf Schelling ist also indirekt ein Angriff auf unsre gesamte und namentlich auf die preußische Politik. Schellings Philosophie ist die preußische Politik subspecie philosophiae  [3].

Sie würden unsrem Unternehmen, aber noch mehr der Wahrheit, daher einen großen Dienst leisten, wenn Sie gleich zu dem ersten Heft eine Charakteristik Schellings lieferten. Sie sind grade dazu der Mann, weil Sie der umgekehrte Schelling sind. Der - wir dürfen das Gute von unsrem Gegner glauben -, der aufrichtige Jugendgedanke Schellings, zu dessen Verwirklichung er indessen kein Zeug hatte als die Imagination, keine Energie als die Eitelkeit, keinen Treiber als das Opium, kein Organ als die Irritabilität eines weiblichen Rezeptionsvermögens, dieser aufrichtige Jugendgedanke Schellings, der bei ihm ein phantastischer Jugendtraum geblieben ist, er ist Ihnen zur Wahrheit, zur Wirklichkeit, zu männlichem Ernst geworden. Schelling ist daher Ihr antizipiertes Zerrbild, und sobald die Wirklichkeit dem Zerrbild gegenübertritt, muß es in Dunst und Nebel zerfließen. Ich halte Sie daher für den notwendigen, natürlichen, also durch Ihre Majestäten, die Natur und die Geschichte, berufenen Gegner Schellings. Ihr Kampf mit ihm ist der Kampf der Imagination von der Philosophie mit der Philosophie selbst.

Wie Sie es aber bequem finden mögen, ich erwarte mit Sicherheit einen Beitrag von Ihnen. Meine Adresse ist: „An Herrn Maurer. Rue Vaneau Nr. 23 à Paris zur Besorgung an Dr. Marx.“ Meine Frau läßt Sie unbekannterweise grüßen. Sie glauben nicht, wie viel Anhänger Sie unter dem schönen Geschlecht haben.

Ganz der Ihrige

Dr. Marx


Quelle :

— MARX Karl & ENGELS Friedrich, Werke, Bd. 27, Berlin, Dietz Verlag, 1970, S. 419-421.

[1] vermischt, abwechselnd

[2] hier ist ein Wort nicht zu entziffern.

[3] im Lichte der Philosophie.

Artikel dieser Rubrik
  1. 1843-10-03 : Karl Marx an Ludwig Feuerbach
  2. 1859-12-11 : Friedrich Engels à Karl Marx
  3. 1873-10-22 : Karl Marx à Nicolaï Frantsévitch Danielson
  4. 1883-02-10 : Friedrich Engels à Eduard Bernstein
  5. 1885-04-23 : Friedrich Engels à Vera Zassoulitch
  6. 1885-09-26 : Élisée Reclus à Jean Grave
  7. 1904-01-21 : Rosa Luxemburg à Paul Löbe
  8. 1906-08-02 : August Bebel an Karl Kautsky
  9. 1906-08-22 : Rosa Luxemburg à Luise Kautsky
  10. 1906-10-08 : August Bebel an Johann Friedrich Westmeyer
  11. 1906-11-16 : Rosa Luxemburg à Georgi Bakalov
  12. 1906-11-xx : Rosa Luxemburg à Georgi Bakalov
  13. 1906-12-16 : Rosa Luxemburg à Clara Zetkin
  14. 1907-09-02 : August Bebel an Gustav Noske
  15. 1907-10-09 : Rosa Luxemburg à Paul Löbe
  16. 1908-02-04 : Rosa Luxemburg à Wilhelm Dittmann
  17. 1908-03-13 : Rosa Luxemburg à Arthur Stadthagen
  18. 1908-04-20 : Rosa Luxemburg à Luise Kautsky
  19. 1908-08-01 : Rosa Luxemburg à Wilhelm Pieck
  20. 1910-03-12 : Rosa Luxemburg à Konrad Haenisch
  21. 1910-03-17 : Rosa Luxemburg à Luise Kautsky
  22. 1911-05-23 : Rosa Luxemburg à Wilhelm Dittman
  23. 1911-12-02 : Rosa Luxemburg à Konrad Haenisch
  24. 1914-07-29 : Albert Südekum an Theobald von Bethmann Hollweg
  25. 1914-08-31 : Erich von Falkenhayn an Arthur Stadthagen
  26. 1914-09-03 : Karl Liebknecht an die Redaktion der „Bremer Bürger-Zeitung“
  27. 1916-08-17 : Karl Liebknecht au Tribunal gouvernemental allemand
  28. 1918-10-18 : Lénine aux membres du groupe « Spartacus »
  29. 1918-10-18 : Rosa Luxemburg à Sophie Liebknecht
  30. 1918-11-04 : Rosa Luxemburg à Mathilde Jacob
  31. 1918-11-08 : Rosa Luxemburg à Paul Löbe
  32. 1918-11-14 : Rosa Luxemburg à Clara Zetkin
  33. 1918-11-15 : Karl Liebknecht an Paul Eckert
  34. 1918-11-18 : Rosa Luxemburg à Adolf et Marie Geck
  35. 1918-11-18 : Rosa Luxemburg à Clara Zetkin
  36. 1918-11-18 : Rosa Luxemburg à Franz et Eva Mehring
  37. 1918-11-24 : Rosa Luxemburg à Clara Zetkin
  38. 1918-11-29 : Rosa Luxemburg à Clara Zetkin
  39. 1918-12-20 : Rosa Luxemburg à Lénine
  40. 1918-12-25 : Rosa Luxemburg à Clara Zetkin
  41. 1918-12-xx : Rosa Luxemburg à Adolf Warski
  42. 1919-01-04 : Rosa Luxemburg à Marta Rosenbaum
  43. 1919-01-11 : Rosa Luxemburg à Clara Zetkin
  44. 1919-03-27 : Paul Levi an Lenin
  45. 1921-03-27 : Paul Levi an Lenin
  46. 1921-09-23 : Paul Levi an Clara Zetkin
  47. 1924-12-24 : Nicolas Boukharine à Félix Dzerjinski
  48. 1926-10-28 : Amadeo Bordiga à Karl Korsch
  49. 1927-11-16 : Adolf Joffé à Léon Trotsky
  50. 1936-04-21 : Victor Serge à la rédaction de « La Révolution prolétarienne »
  51. 1939-06-19 : Léon Trotski à Jean Malaquais
  52. 1939-08-09 : Léon Trotski à Jean Malaquais
  53. 1945-09-10 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  54. 1945-09-24 : Jean Malaquais à Marc Chirik
  55. 1945-12-10 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  56. 1946-01-10 : Marc et Clara Chirik à Jean Malaquais
  57. 1946-11-20 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  58. 1946-12-07 : Jean Malaquais à Marc Chirik
  59. 1948-03-18 : Jean Malaquais à Marc Chirik
  60. 1948-04-08 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  61. 1948-05-09 : Jean Malaquais à Marc Chirik
  62. 1948-06-xx : Marc Chirik à Jean Malaquais
  63. 1948-08-32 : Jean Malaquais à Marc Chirik
  64. 1948-10-22 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  65. 1948-11-10 : Jean Malaquais à Marc Chirik
  66. 1949-02-10 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  67. 1950-01-30 : Adhémar Hennaut au Ministère de la Reconstruction (Belgique)
  68. 1951-03-22 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  69. 1951-04-15 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  70. 1951-05-09 : Natalia Sedova Trotski au comité exécutif de la IV° Internationale
  71. 1951-07-16 : Jean Malaquais à Marc Chirik
  72. 1951-10-22 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  73. 1952-04-01 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  74. 1952-04-15 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  75. 1952-04-27 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  76. 1952-05-20 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  77. 1952-06-04 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  78. 1952-06-19 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  79. 1952-06-25 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  80. 1952-07-18 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  81. 1952-08-24 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  82. 1952-09-07 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  83. 1952-10-19 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  84. 1952-11-01 : Jean Malaquais à Marc Chirik
  85. 1952-11-09 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  86. 1953-05-07 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  87. 1953-05-19 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  88. 1953-08-14 : Marc Chirik à Jean Malaquais
  89. 1953-10-20 : Jean Malaquais à Marc Chirik
  90. 1961-11-09 : Natalia Sedova Trotski au journal France Soir