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Dernière mise à jour :
mercredi 3 mai 2017
   
Brèves
Mardi 21 mai - La Revue Z à Terra Nova
lundi 20 mai
Mardi 21 mai 2013 à 19h, rencontre à la Librairie Terra Nova de Toulouse avec l’équipe de la revue Z à l’occasion de la parution du dernier numéro Thessalonique & Grèce, aux éditions Agone. Après une enquête collective au nord de la Grèce, la revue Z viendra présenter son dernier numéro : Thessalonique dans la dépression européenne. Bricolages quotidiens et résistances insolvables.
Groupe de Liaison pour l’Action des Travailleurs
lundi 6 février
Le sommaire des articles de la revue Lutte de classe, publiée par le GLAT, a été largement augmenté, notamment sur la période 1971-1975. Pour tous les numéros listé, une version PDF est maintenant accessible en ligne. Bonnes lectures !
Mise à jour du catalogue du fonds documentaire
jeudi 1er septembre
Une nouvelle version mise à jour du Catalogue du Fonds Documentaire Smolny, très largement étendue (une vingtaine d’entrées supplémentaires) est en ligne ce jeudi 1er septembre 2011. Merci aux contributeurs. D’autres titres à suivre...
Ouverture des archives numériques du CERMTRI
lundi 15 août
Le CERMTRI a décidé de créer une bibliothèque numérique avec l’objectif de numériser le maximum de ses archives et de ses collections. Pour démarrer : La revue « Bulletin Communiste » (1920-1933) ; le journal « La Vérité » (1957-1958) ; la revue des « Cahiers du mouvement ouvrier » (2002-2011). Soit déjà 428 documents ce qui représente 6395 pages. Bravo pour cette excellente initiative !
Sur le Web
[infokiosques.net]
Nous nous auto-organisons et nous montons un infokiosque, une sorte de librairie alternative, indépendante. Nous discutons des publications, brochures, zines et autres textes épars qui nous semblent intéressants ou carrément nécessaires de diffuser autour de nous. Nous les rassemblons dans cet infokiosque, constituons ainsi nos ressources d’informations, et les ouvrons au maximum de gens. Nous ne sommes pas les troupes d’un parti politique, ni les citoyen-ne-s réformateurices de nos pseudo-démocraties, nous sommes des individus solidaires, qui construisons des réseaux autonomes, qui mettons nos forces et nos finesses en commun pour changer la vie et le monde.
Premiers pas sur une corde raide Montreuil (93) : concert de soutien au Rémouleur, samedi 11 octobre 2014 qcq Tout mais pas l'indifférence Crise, totalitarisme, luttes sociales et de classe en Grèce Bruxelles : programme de septembre 2014 au local Acrata
Bibliolib
Catalogue de textes d’origine libertaire ou anarchiste, sans habillage particulier (pas de commentaire, d’édition critique, de note). Les textes bruts donc avec une liste d’auteurs qui commence à être significative. Un bon point d’entrée donc pour ceux qui savent à l’avance ce qu’ils cherchent. Attention : ce site s’est fait subtilisé sa précédente adresse par un site pornographique. Notre propre lien a donc été incorrect quelque temps. Nous en sommes désolé.
Pelloutier.net
Sur l’histoire du syndicalisme révolutionnaire et de l’anarcho-syndicalisme, avec des études, documents et synthèses intéressantes sur Pelloutier, Monatte, La Vie Ouvrière (1909-1914) et sur les mouvements syndicalistes en France, Europe, USA...
Balance
Cahiers d’histoire du mouvement ouvrier international et de la Guerre d’Espagne. Nombreux articles en espagnol. Textes de Bordiga, entre autres.
Classiques des sciences sociales
Une bibliothèque numérique entièrement réalisée par des bénévoles, fondée et dirigée par Jean-Marie Tremblay, sociologue. Comprend de très nombreuses oeuvres du domaine public. La section des "auteurs classiques", en particulier, est une véritable mine, où l’on trouve Bebel, Bordiga, Boukharine, Engels, Fourier, Gramsci, Kautsky, Labriola, Lafargue, Lukacs, Luxemburg, Marx, Trotsky et bien d’autres.
RADEK Karl (1919) : Nachruf auf Karl Liebknecht
Geschrieben am 18. Januar 1919
17. Juli 2014 von eric

Ihr habt seinen toten Körper, dessen Wunden gegen die Sozialistenverräter zum Himmel schreien, mit euren Tränen benetzt, mit der roten Fahne der proletarischen Weltrevolution habt ihr ihn zugedeckt und ihn in euren Herzen aufgebahrt, damit er dort für immer bleibe, Millionen von euch wissen von ihm nicht mehr, als dass er in der schwarzen Nacht, die nur vom Aufblitzen der Kanonen erhellt wurde, mit einer kleinen Schar aus dem Schützengraben aufbrach, um für den Frieden zu streiten, dass er, von den Mächtigen ins Gefängnis geworfen, standhaft jede Pein aushielt, und, kaum von den Ketten befreit, das Banner des Kampfes von neuem erhob und mit ihm in der Hand gefallen ist, gefallen an der Schwelle eines neuen Lebens.

Ich will aber, dass jeder Proletarier über Liebknecht mehr wisse, dass er ihn liebe, nicht nur als blutüberströmtes Sinnbild eines Märtyrers, sondern so, wie er im Leben war, mit seinen Fehlern und Vorzügen, nicht als „ausgeklügeltes Buch“, sondern als „Mensch mit seinem Widerspruch“. Der Mensch Liebknecht soll unser großes Vorbild sein, ein Vorbild für unsere Jugend, die kämpfen lernen soll ein Vorbild für unsere Frauen, die sich vom Leben nicht erdrücken lassen sollen, ein Vorbild für unsere wetterharten Männer, wenn sie von Zweifeln heimgesucht werden. Es ist die Zeit noch nicht gekommen, an eine ausführliche Lebensbeschreibung Karl Liebknechts zu gehen. In seinem Trauerhause herrschen noch die Soldaten der deutschen Konterrevolution, und da ich diese Worte schreibe, ist eine Einsicht in die hinterlassenen Papiere nicht möglich, ja, illegal mich selbst verbergend, kann ich nicht einmal die gedruckten Dokumente sammeln. Aber ich glaube, dass ich sein reiches Leben in seiner Eigenart übersehe, und ich will es euch hier schildern, euch über ihn sagen, was ich sagen würde, wenn ich am Tage der Totenfeier in Moskaus weißen Mauern wäre.

...An Liebknechts Wiege wurden Heldenlieder gesungen... Die ersten Eindrücke die der Knabe empfing, waren die Verfolgungen des Sozialistengesetzes. Die deutsche Bourgeoisie und die Hohenzollern suchten die ersten sozialistischen Regungen des deutschen Proletariats im Keime zu ersticken. Wer die verbrecherische Lehre verbreitete: „verprassen soll nicht der faule Bauch, was fleißige Hände erwarben“, wer die Armen und entrechteten weckte, für den gab es keine ruhige Arbeitsstätte, der musste von Ort zu Ort wandern, nirgends vor Häschern sicher.

Wilhelm Liebknecht blieb auf dem Posten und stellte den Kampf für den Sozialismus auch dann nicht ein, als es wieder galt, durch Leiden zu bezeugen, dass man für die Befreiung der Menschheit lebt. Karl mag als Kind sich oft gefragt haben, wonach die fremden Herren in der Wohnung des Vaters schnüffeln, weshalb Leute heimlich nachts ins Haus kommen, still flüsternd wie Diebe: gute Menschen mussten es sein, da sie, von den Eltern freundlich empfangen, ihm, dem Kleinen, über das schwarze Köpfchen streicheln. So wuchs er auf in den Jahren der Verfolgung als Sohn des Soldaten der Revolution. Soldat, Kämpfer der Revolution zu sein, das war die Gabe, die ihm in seine Wiege gelegt wurde.

Das Sozialistengesetz fiel. Der wachsende erstarkende Kapitalismus hatte gleichzeitig auch die Arbeiterklasse zahlenmäßig verstärkt, und mit dem Wachstum der Arbeiterklasse wuchs die deutsche Sozialdemokratie trotz aller Verfolgung. Es begann der „neue Kurs“, der Versuch die Arbeiterklasse durch soziale Zugeständnisse zu gewinnen, und obwohl er äußerlich bald einem neuen scharfen Kurs wich, so war doch der Sinn der Epoche der, dass, während der erstarkende Kapitalismus den Massen der qualifizierten Arbeiter erträglichere Lebensbedingungen gewährte, er sie dadurch vom scharfen revolutionären Kampf zurück hielt. Nach außen hin bekam der Sozialismus „rote Backen“. Die Parteiorganisationen blühten auf. In den Zahlabenden und auf den Parteitagen wurden revolutionäre Resolutionen angenommen. In der Praxis aber wurde der Kampf nur für kleine Verbesserungen der materiellen Lage der Arbeiter, nicht für die revolutionären Umwälzungen geführt. Und da Taten für den Charakter einer Partei eben so maßgebend sind, wie sie den Charakter eines Menschen bestimmen, so wurde die Sozialdemokratie eine Partei der Reformen und nicht der Revolution, mochte sie noch so revolutionäre Worte gebrauchen.

Karl Liebknecht, der in der Zeit dieser Mäßigung und Versteinerung der Partei zum Jüngling heranwuchs, der mit großer Anteilnahme die politischen und sozialen Ereignisse verfolgte, wenn er auch damals noch nicht aktiv in die Politik eingriff, war gleichsam schon erblich gegen diese Verbürgerlichung und Mechanisierung des revolutionären Geistes gesichert. Im Hause Wilhelm Liebknechts lebten die Traditionen des Jahres 1848, die Überlieferung der Revolution und des Kampfes um die Republik.

Es fiel mir schon vor zehn Jahren auf, als ich zum ersten Male Gelegenheit hatte sie deutsche Parteiführerschaft kennenzulernen, dass Karl Liebknecht der einzige der bodenständigen Führer war, für den der Republikanismus kein rein theoretisches Bekenntnis, sondern eine praktische aktuelle Frage war. Und das Zweite, was in die Augen sprang, war die Tatsache, wie wenig versteinert er in der Auffassung war, dass die Entwicklung langsam sein werde, dass weder die staatlichen noch die sozialen Verhältnisse in absehbarer Zeit in Fluss geraten werden. Dabei handelte es sich bei ihm keineswegs um das theoretische Abwägen der Kräfte, die das ruhige „friedliche“ Europa bald in Aufruhr würden bringen können. Die Situation war noch nicht revolutionär, es galt zu den Massen zu gehen, um sie zu wecken. Und da tritt wieder ein Charakteristischer Zug Liebknechts zu Tage. Vor dem Kriege wurde oft gegen ihn eingewendet, er sei sehr breit in seinen Auffassungen, jede Form der Betätigung ihm lieb, wenn sie auch „prinzipiell“ nicht von größerer Bedeutung sei. Die Grundlage der Anklage bildete die in Deutschland ungewöhnliche Lebendigkeit Liebknechts, die ihm nicht erlaubte auf Grund irgend welcher doktrinären Erwägungen auf irgendein Mittel zur Beeinflussung der Arbeit zu verzichten. So erklärt sich auch sein Eingreifen in die Bewegung für den Austritt aus der Kirche. Er hatte ein gutes Auge für Bedürfnisse, für neue sich anbahnende Bewegungen. Als er in die Politik eingriff zeigten sich die ersten Zeichen des auch in Deutschland erstarkenden Imperialismus, des Hinausgreifens des Kapitals über die „vaterländischen Grenzen“ nach neuen Profitjagtgründen. Die Partei ahnte die daraus entstehenden Kriegsgefahren, aber nur Liebknecht sah sie bildlich lebendig , als den Moloch, der seine Arme nach Millionen proletarischer Jünglinge ausstreckt. So war er einer der wenigen, die zu der bedrohten Jugend eilten, um sie gegen diese Gefahren aufzurufen. Die Partei verpönte die besondere antimilitaristische Agitation. Sie erklärte, die Erziehung der proletarischen Jugend müsse sie von selbst gegen den militaristischen Geist bewaffnen, und der gesamte Kampf des Proletariats gegen den Kapitalismus sei gleichzeitig ein Kampf gegen den Militarismus. Aber Liebknecht fühlte das Falsche in diesen „grundsätzlichen“ Erwägungen. Er sah, dass die „Erziehung“ der proletarischen Jugend allein nicht genüge, sondern dass die Jugend auch besonders gegen den Militarismus aufgerüttelt werden müsse. Er wusste sehr wohl, dass der Militarismus nur zusammen mit dem Kapitalismus durch die proletarische Revolution zertrümmert werden kann, aber er verstand, wie wichtig es für diese Revolution ist, den in Soldatenkleider eingezwängten jungen Proletariern klar zu machen, dass ihre Befreiung vom Militarismus nur ein Teil des allgemeinen proletarischen Befreiungskampfes seien könne. Die Parteiführer schüttelten die Köpfe über die Sonderaktionen dieses „Brausekopfes“, aber der junge Liebknecht hielt zähe an seiner Sache fest. Sein revolutionäres Gefühl trieb ihn unabwendbar dazu.

Das Bewusstsein der drohenden internationalen Gefahr stärkte in Liebknecht die ererbten Gefühle des Internationalismus. Er war einer der wenigen in Deutschland, die das lebhafteste Bedürfniss hatten, zu wissen, wie es in den Bruderparteien steht, nicht nur in Frankreich oder Russland, sondern selbst in einer beliebigen kleinen Balkanpartei.

Seine Reisen nach Amerika und Frankreich, sein nahes Verhältnis zu den russischen Genossen entsprang dem Bewusstsein, wie unermesslich wichtig es ist die internationalen Beziehungen zu pflegen. Und wie eingehend, wie unermüdlich ließ er auf der Reise zum internationalen Kongress in Kopenhagen, die wir von Berlin aus gemeinsam mit Leo Trotzki machten, sich über die verwickelten russischen Fragen belehren. Man wusste, für Liebknecht ist die Internationale kein formelles Bündnis verschiedener Parteien, sondern sie ist sein wirkliches Vaterland, wie es später die Leitsätze der Spartakusgruppe sagten. Die wertvollsten politischen Eigenschaften Liebknechts mussten ihn schon vor dem Kriege bei einem Teil der Führer unbeliebt machen, während sie ihm Popularität in den Arbeitermassen und in der Internationale schufen. Er sprang sprang zu sehr aus dem Rahmen der deutschen Parteien heraus, als dass er von den kleinen Geistern nicht des Ehrgeizes beschuldigt werden sollte. Dazu kamen noch seine menschlichen Eigenschaften, durch die er ebenfalls von dem vorgeschriebenen Typus eines würdigen Parteiführers abwich. Er liebte das Leben; ungehemmt und unbekümmert griff er nach ihm, wo es ihn lockte. Es steckte so wenig Philistertum in diesem Knaben Absalom, so wenig von Heuchelei, so viel von kindlicher Freude am Leben, dass viele darüber den tiefen Ernst, die Milde und Feinheit seines Wesens übersahen. Ich werde nie vergessen, wie wir einmal bei einem Gespräch auf Peer Gynt gerieten. Er kannte das Drama in der Übersetzung von Passarge, und ich erzählte ihm von den Feinheiten der Morgenstenschen Übertragung. Er kam zu mir und las drei Stunden lang - es war schon weit nach Mitternacht - die Übersetzung Morgensterns. Als er zu jener Szene kam in der Peer Gynt im Säuseln der Blätter die Lieder, die er nicht gesungen, die Tränen, die er nicht geweint, die Kämpfe, die er nicht gefochten klagen hört, klagen über ein Leben, das nicht ganz war, da strafften sich in Liebknechts Gesicht die Züge, und er sagte: „Die verfluchte halbe Zeit, und trotzdem kann man, muss man ein ganzes Leben führen“. So war er vor dem Kriege, ein zündender Agitator, ein tatkräftiger Politiker, ein Feuerkopf, ein Liebling der Frauen, ein Mensch, gut - wie die Polen sagen - zum Kämpfen und zum Kneipen. In jeder Geste war er der Sohn seines Vaters, des großen Volksführers, des großen lebendigen Menschen, der lachen konnte wie ein Kind.

Es kam der Krieg, und sein Feuer schmiedete aus allen diesen Elementen des Liebknechtchen Temperaments und Charakters den Helden der deutschen Arbeiterklasse.

Der Krieg kam. Mit den ersten Nachrichten gelangte das Gerücht ins Ausland, Liebknecht sei zusammen mit Rosa Luxemburg füsiliert worden. Diese Nachricht eilte der Wirklichkeit voraus, sie zeigte aber, dass im Auslande Freund und Feind wussten, von wem der Kampf gegen die Mächte des Kriegs zu erwarten sei, Liebknecht war durch diese sich überstürzenden Ereignisse aufgewühlt. An der Schwelle des heroischen Abschnitts seines Lebens zahlte er den Letzten Pflichtzoll seiner Partei, deren revolutionäre Macht sein zerronnener Traum war. Der Glaube, der 4. August werde nur eine traurige Episode bleiben, veranlasste ihn, die Disziplin zu wahren und auf den offenen Protest gegen den Krieg zu verzichten. Nach einigen Tagen sah er ein, dass einen großen Fehler begangen hatte. Er näherte sich Rosa Luxemburg, deren streng theoretische Linie seiner breiten suchenden Natur fremd war, und es entstand zwischen beiden, trotz aller Unterschiede der Wesensart, ein Bund auf Leben und Tod. In den ersten Wochen des Krieges versuchen sie, sich an die Arbeitermassen zu wenden; die Regierung verbietet die öffentlichen Versammlungen. Liebknecht ist entschlossen, bei der zweiten Kreditabstimmung das Banner der Rebellion zu erheben. Er versucht ein gemeinsames Vorgehen der vierzehn Abgeordneten, die in der Reichstagsfraktion gegen die Annahme der Kriegskredite auftraten, zu erreichen. Sie versagen. Liebknecht, dem die Feiglinge später vorwarfen, er handle nur aus Eitelkeit, um als einziger zu glänzen, rang mit bis zum letzten Augenblick, um aus der Schar der der wankenden Kollegen wenigstens zwei, wenigstens einen, auf den Weg des gemeinsamen Kampfes mit sich zu ziehen. Es war ein Jammer, zu sehen, wie er, obgleich er alle Mittel der intellektuellen und moralischen Beeinflussung anwandte, doch in einer Fraktion von über hundert Mann keinen Menschen zu erschüttern, keinem beizubringen vermochte, dass es galt, mit alten faulen Kompromissen zu brechen. Es zeigte sich, wie sehr letzten Endes der Zusammenbruch der Führerschaft ein moralisches Problem war. Liebknecht blieb allein. Seine Züge verhärteten sich, ein bitterer Zug legte sich um seinen Mund. Er entschloss sich allein vorzugehen, trotz des Abratens der Freunde. In jener Stunde sah ich, wie in Liebknecht die letzten Zweifel zerrannen, die letzte Weichheit zerrann, wie sich in ihm die große moralische Kraft auslöste, die ihn bis zum Tode nicht verließ, die eiserne Entschlossenheit, den Weg dem Wiedererwachen des Sozialismus zu bahnen, selbst wenn es gelten sollte, alle Speere mit der eigenen Brust aufzufangen.

Der Kampf um die in den Schmutz getretene Fahne des Sozialismus wurde in der vollen Öffentlichkeit aufgenommen. Die gesamte Presse suchte Liebknecht nieder zu werfen, teils durch Verleumdungen, teils durch Bagatellisierung seiner Tat. Er sollte terrorisiert werden, durch Drohungen und durch Suggestion, dass er sich nutzlos opfere. Doch Tausende nahmen Stellung für ihn. Die Erklärung über die Motive seiner Sonderabstimmung wurde von tausend abgeschrieben und vervielfältigt; sie ging von Hand zu Hand, sie weckte das Verantwortungsgefühl und verband Männer und Frauen zum Kampfe. Liebknecht wurde zum Mittelpunkt der entschiedenen Opposition. Ende Dezember 1914, als ich in die Schweiz kam, wurde mir klar, wie fruchtbar seine Tat international wirkte. Sie war das erste weithin sichtbare Zeichen, dass es in Deutschland revolutionäre Kräfte gab. Lenin, dieser Mann ohne Phrase, der vielleicht am schärfsten die Tiefe des Zusammenbruchs der Internationale ausmaß, verstand sofort, dass der Entschluss, das Banner der Rebellion gegen die gesamte Fraktion zu erheben, eine Entscheidung ist, die das Signal zu unvergänglichen Taten gibt. Liebknechts Name wurde in der wachsenden Avantgarde des russischen Proletariats einer der beliebtesten, und nicht anders war es in Frankreich, in Italien. Barbusse hat ihm in seinem „Feuer“ ein Denkmal gebaut, das des einzigen Deutschen, der wie ein Stern in dunkler Nacht dem letzten Posten des französischen Sozialismus leuchtete.... Als im Oktober 1915 die versprengten Teile der kämpfenden Überreste der alten Internationale sich in Zimmerwald versammelten und Ledebour im Namen seiner Anhänger (der späteren Unabhängigen) auf Angriffe von links erklärte, es gäbe keine Fraktion Liebknecht, da rief ihm Trotzki unter dem lebhaften Beifall der Franzosen und Italiener zu: „Für uns gibt es nur die Fraktion Liebknecht.“

Durch die Denunziation der sozialpatriotischen Presse genötigt, in der Schweiz zu bleiben, sah ich Liebknecht in diesen Jahren nicht wieder. Aber aus jedem seiner Spartakusbriefe, aus jeder seiner „kleinen Anfragen“ schaute mir das im Kampfe verhärtete Gesicht entgegen. Er war bereit, die letzten Konsequenzen zu ziehen.... Auf einen konspirativen Brief, den wir ihn baten, sich nicht zu sehr zu exponieren, antwortete er mir auf einer Postkarte aus Litauen mit einem Wort seines geliebten Euripides:

Und liebe die Sonne nicht zu sehr
und nicht die Sterne

Er verschwieg die folgenden Worte des Dichters:

und folge mir ins dunkle Grab“;

denn jede Posse war ihm, dessen Leben eine heroische Tat wurde, fremd. Wer Liebknecht vor dem Krieg und während des Krieges kannte, der sah und konnte direkt mit Händen fassen, wie die unerhörte Verantwortung, die auf ihm lastete, aus einem frohen Menschen, der das Leben liebte und deshalb Vielen Vieles zu verzeihen verstand, einen eisernen unerbittlichen Kämpfer machte, wie ihn die Zeit verlangte. Wer ihn vor dem Kriege und im Kriege kannte merkte förmlich, wie sein Charakter sich metallisch verhärtete.

Als die Nachricht von seiner Verhaftung auf dem Potsdamer Platz kam, fragten viele Freunde im Ausland, weshalb er in seiner exponierten Stellung an Demonstrationen teil nahm. Viele sahen darin ein Zeichen großer innerer Erregung, die ein Führer beherrschen können müsse. Was ihn auf die Straße getrieben hatte, war aber eben Pflichtbewusstsein. Das Vertrauen zu den sozialdemokratischen Worten war, dank dem Verrat der Sozialdemokratie, so tief gesunken, dass, wer eine neue revolutionäre Macht bilden wollte, sich auf den geistigen Generalstaabsdienst hinter der Feuerfront nicht begrenzen durfte. Der Leichtsinn Liebknechts war tiefe Klugheit und sein Zuchthaus Martyrium hat für die Revolution mehr getan, als das „vorsichtige“ Wirken einer ganzen Partei tun konnte. Die Zelle des Armierungssoldaten Karl Liebknecht wurde zum Zentrum einer ausströmenden moralischen Kraft, die keine Isolierungskunst der Regierung eindämmen konnte. Das „Ich hab’s gewagt“, schallte hinaus in die Welt, feuerte zur Nachahmung an.

Es brach die russische Revolution aus, die erste Armee des Imperialismus meuterte, die erste des Sozialismus begann sich zu bilden. Als wir in Brest-Litowsk mit dem Grafen Mirbach und General Hoffmann am Verhandlungstisch saßen, da sprachen wir über ihre Köpfe hinweg mit dem Zuchthaussträfling und den Seinen. Das deutsche Proletariat antwortete auf unseren Ruf. Der Januarstreik brach aus. Keiner von uns nahm an, dass dies der Sieg sei, dass der deutsche Imperialismus nachgeben würde, und trotzdem lehnte Trotzki jeden Kompromiss ab. Es galt, trotz der größten Gefahr, dem deutschen Proletariat zu zeigen, dass wir ihm vertrauen. Es galt dem Weltproletariat zu zeigen, dass uns der deutsche Imperialismus zerschmettern kann, aber wir freiwillig mit ihm keine Kompromisse schließen. Später, als wir doch genötigt wurden, den Frieden zu schließen, das Brester Kreuz auf uns zu nehmen und zurück zu weichen, da fragten wir uns oft in Unruhe: verstehen Liebknecht und die Seinen unsere Lage und Taktik? Und Liebknecht erzählte mir später, welche Qualen er im Zuchthaus litt, als er dachte, dass alle unsere Opfer nutzlos seien könnten, dass die deutsche Arbeiterklasse vielleicht nicht zeitig genug aufstehen würde, um sich mit uns zu verbinden. Er fürchtete, dass wir mit unseren Zugeständnissen zu weit gehen würden und rief aus dem Zuchthaus seine Freunde an, zu handeln, damit uns der letzte bittere Kelch erspart bleibe. Aus Angst vor der nahenden Revolution ließ ihn die am Rande des Banktrotts stehende Regierung des deutschen Imperialismus frei. Sein erster Gang war in die russische Botschaft. In der Nacht seiner Befreiung teilte uns Bucharin durch Fernschreiber mit, Karl sei mit uns vollkommen einig. Die Freude der russischen Arbeiter über Liebknechts Befreiung lässt sich nicht aussprechen. Hätte er damals zu uns kommen können, kein König ist jemals so empfangen worden, wie Liebknecht von den russischen Arbeitern empfangen worden wäre.

Als ich ende Ende Dezember nach Deutschland kam und nach vier Jahren Liebknecht wieder die Hände drücken konnte, sagte er ruhig, ohne die geringste Enttäuschung: „Wir sind erst am Anfang, der Weg wird noch lang sein.“ Und wir waren mit Rosa Luxemburg und mit ihm einig, dass man die Entfernung nur abkürzen kann, durch unermüdliche Agitation, Propaganda und Aktion. Wer miterlebt hat, wie die beiden vom frühen Morgen bis zum späten Abend arbeiteten, wie sie entschlossen die letzten Bande zerschnitten, die sie mit der Welt der Halbheit noch verbanden, indem sie die kommunistische Partei Deutschlands gründeten, wer es erlebte, wie sie inmitten des revolutionären Taumels die eigenen Anhänger vor Überspanntheit warnten, der konnte tiefes Vertrauen zur kommunistischen Arbeiterbewegung Deutschlands fassen.

Liebknecht sollte die neue Zeit nicht erleben. Die erste Welle der proletarischen Revolution trug ihn weiter als er wollte, riss ihn mit sich. Im Sturm sah er die Entfernung nicht genügend scharf. Als der Januaraufstand niedergeworfen war und die sozialpatriotische Regierung nach ihm fahndete, wagte niemand ihm den Gedanken an die Flucht nur nahezulegen, obwohl es klar war, dass seine Verhaftung Todesgefahr barg. Er wollte sich der Progromhetze entgegenwerfen. An diesem Tage, als ihn die Mörderkugel erreichte, regte er in den nächsten Tagen an in den nächsten Tagen öffentliche Versammlungen einzuberufen. Da fiel er in die Hände der Schergen, die in ihm und Rosa Luxemburg die deutsche, die internationale Revolution treffen wollten.

Er fiel in der ersten Phase des Kampfes, voll Zuversicht und Siegesbewusstsein. Er fiel wie er lebte: auf der Kampfposition gefangen genommen. Und wir, die wir ihn nahe kannten in seinen Vorzügen und Schwächen, die wir den unermesslichen Verlust verstehen, den die Revolution erlitt, da aus ihren Reihen dieser eiserne Kämpfer gerissen wurde, wir sagen an seinem Grabe: „Für uns wird er ein Muster sein für die Treue dem Sozialismus gegenüber, für den Opferwillen und für den Mut, ohne den die Revolution nicht siegen kann!“ Liebknecht beseelte die tiefe Einsicht nicht nur in die Notwendigkeit des Kommunismus, sondern die noch tiefere persönliche Sehnsucht nach dem vollen harmonischen Leben, das nur auf dem Boden des Kommunismus möglich ist und diese Sehnsucht entsprang einer unermesslichen Liebe und Güte, einem Mitgefühl mit jeder leidenden Kreatur, einer Hilfsbereitschaft, ohne die der Sozialismus ein Schemen ist. Die Öffentlichkeit kennt nur Liebknecht, den Kämpfer. Breite Kreise der Proletarier, die sich an ihn als Rechtsanwalt wandten, die bei ihm menschliche Hilfe fanden, liebten ihn als Menschen.

Der Kämpfermut Liebknechts war die Vereinigung seiner Liebe zu jedem Menschen und der Einsicht, dass in der Zeit, in der wie leben, dem individuellen Leid, ohne den Kampf auf Leben und Tod für den Sozialismus zu beginnen. In diesem jetzt tobenden Kampfe fiel er. Und ihm werden tausende in den Märtyrertod folgen, bis die nackte, hungernde, mit Wunden bedeckte Menschheit ihrer Märtyrer in Liebe zu gedenken, Muße haben wird. Soldat der Revolution nannte sich sein Vater. Karl Liebknecht ist die Ehre zugefallen, diesen Titel mit seinem Tode im Kampf zu erwerben. Die Sowjetrepublik hat für ihn ihren tapfersten Söhnen das Zeichen des „Roten Sternes“ gestiftet. Legt es am Grabe Liebknecht nieder, und möge jeder unserer Freunde keine größere Ehre kennen, als die durch Erringung dieses Zeichens sich Karl Liebknechts Geiste anzunähern, der den Weg ging, den wir bis zu Ende schreiten wollen, auch wenn jeder von uns sich den Roten Stern erst auf der Bahre erwerben sollte.

Berlin, den 18. Januar 1919


Quelle :

— Sozialismus.info ;

Artikel dieser Rubrik
  1. ABENSOUR Miguel (1974) : Manifeste de la collection « Critique de la politique »
  2. ANONYME : Protestation devant les libertaires du présent et du futur sur les capitulations de 1937
  3. APPEL Jan (1966) : Autobiographie
  4. APPEL Jan (1966) : Autobiography [english version]
  5. BENBOW William (1832) : Grand National Holiday, and Congress of the Productive Classes
  6. BORDIGA Amadeo (1922) : Le principe démocratique
  7. BORDIGA Amadeo (1922) : Thèses de Rome
  8. BORDIGA Amadeo (1951) : Crue et rupture de la civilisation bourgeoise
  9. BORDIGA Amadeo (1951) : Filling and bursting of bourgeois civilisation

  10. BORDIGA Amadeo (1951) : Piena e rotta della civiltà borghese
  11. BOUKHARINE Nicolas (1917) : La guerre et le socialisme révolutionnaire
  12. BOUKHARINE Nicolas (1937) : À la future génération des dirigeants du Parti
  13. BRENDEL Cajo (1953) : L’insurrection ouvrière en Allemagne de l’Est - juin 1953
  14. BRENDEL Cajo (1999) : « Garde-toi de tout mythe ! »
  15. BRETON André & COLLECTIF (1934) : Planète sans visa
  16. BRETON André (1936) : La vérité sur le procès de Moscou
  17. BRETON André (1956) : Hongrie, Soleil levant
  18. CAMUS Albert (1953) : Moscou sous Lénine
  19. CHIRIK Marc (1976) : Présentation de textes de « Bilan »
  20. COLLECTIF (1973) : Garde-fous arrêtez de vous serrer les coudes — Documents
  21. CONTRE-ATTAQUE (1935) : Union de lutte des intellectuels révolutionnaires
  22. DARWIN Charles & WALLACE Alfred (1858) : On the Tendency of Species to form Varieties ; and on the Perpetuation of Varieties and Species by Natural Means of Selection
  23. EISNER Kurt (1918) : An die Bevölkerung Münchens !
  24. ENGELS Friedrich (1842) : Die innern Krisen
  25. ENGELS Friedrich (1842) : Englische Ansicht über die innern Krisen
  26. ENGELS Friedrich (1842) : Stellung der politischen Parteien
  27. FISR (1943) : À tous les travailleurs de la pensée et des bras
  28. GAPONE George & VASSIMOV Ivan (1905) : Pétition des ouvriers au Tsar
  29. GLAT (1969) : Luttes et organisations de classe
  30. GLAT (1969) : Pour un regroupement révolutionnaire
  31. GRANDJONC Jacques (1989) : Introduction à « Communisme / Kommunismus / Communism »
  32. GTM (1937) : Le massacre de Barcelone, une leçon pour les ouvriers du Mexique !
  33. GUILLAMON Augustin (2002) : Chronologie d’Amadeo Bordiga
  34. HAASE Hugo (1919) : Reichstagsreden gegen die deutsche Kriegspolitik
  35. HOBSBAWM Eric (1961) : « La situation de la classe laborieuse en Angleterre »
  36. HOWARD Roy (1936) : Interview with J. Stalin
  37. ISTRATI Panaït (1929) : Conclusion pour combattants
  38. JANOVER Louis (1977) : Les nouveaux convertis
  39. JANOVER Louis (1981) : Actualité de Panaït Istrati
  40. JANOVER Louis (1985) : Lire Spartacus
  41. JANOVER Louis (1989) : Daniel Guérin, le trouble-fête
  42. JANOVER Louis (1991) : Les vraies leçons de Marx
  43. JANOVER Louis (1996) : Maximilien Rubel, une œuvre à découvrir
  44. JANOVER Louis (2007) : Les habits neufs de la feinte-dissidence
  45. JANOVER Louis (2008) : À propos de la réédition des « Pages choisies » de Karl Marx
  46. JANOVER Louis (2009) : De la rétrocritique considérée comme le dernier des arts
  47. JANOVER Louis (2009) : Vous avez dit minuit dans le siècle ?
  48. JAURÈS Jean (1914) : Discours de Vaise
  49. JOUHAUX Léon (1914) : Discours sur la tombe de Jean Jaurès
  50. KAUTSKY Karl (1922) : Socialisation ou nationalisation des banques ?
  51. LAFARGUE Paul (1885) : Une visite à Louise Michel
  52. LÉNINE & SVERDLOV Iakov (1918) : Position du Comité Central du P.O.S.D.R.(b) dans la question de la paix séparée et annexionniste
  53. LÉNINE (1914) : Der Krieg und die russische Sozialdemokratie
  54. LÉNINE (1918) : Additif au décret du Conseil des Commissaires du Peuple « La Patrie socialiste est en danger ! »
  55. LÉNINE (1918) : Chose étrange et monstrueuse
  56. LÉNINE (1918) : De la gale
  57. LÉNINE (1918) : Discours à la réunion commune des fractions bolchevique et socialiste-révolutionnaire de gauche du Comité Exécutif Central de Russie du 23 février 1918
  58. LÉNINE (1918) : Interventions sur la question de la paix de Brest-Litovsk
  59. LÉNINE (1918) : Leçon sérieuse et sérieuse responsabilité
  60. LÉNINE (1918) : Note sur la nécessité de signer la paix
  61. LÉNINE (1918) : Paix ou guerre ?
  62. LÉNINE (1918) : Projet d’ordre du jour à tous les soviets de députés
  63. LÉNINE (1918) : Projet de résolution du Conseil des commissaires du peuple sur l’évacuation du gouvernement
  64. LÉNINE (1918) : Rapport sur la question de la paix
  65. LÉNINE (1918) : Sur le terrain pratique
  66. LÉNINE (1918) : Une leçon dure, mais nécessaire
  67. LÉNINE (1918) : Une paix malheureuse
  68. LÉNINE (1919) : Discours d’ouverture au Premier Congrès de l’Internationale Communiste
  69. LÉNINE (1919) : Discours prononcé le 19 janvier après l’assassinat de Rosa Luxemburg et de Karl Liebknecht
  70. LERMONTOV Michel (1840) : Un fataliste
  71. LEVI Paul (1924) : Einleitung zu Rosa Luxemburg: «Einführung in die Nationalökonomie»
  72. LIEBKNECHT Karl & MEYER Ernst (1918) : Die nächsten Ziele eures Kampfes
  73. LIEBKNECHT Karl (1914) : Déclaration au Reichstag
  74. LIEBKNECHT Karl (1915) : Lettre à la Conférence de Zimmerwald
  75. LIEBKNECHT Karl (1918) : Für die freie sozialistische Republik Deutschland
  76. LIEBKNECHT Karl (1918) : To the Workers and Soldiers of the Allied Countries
  77. LIEBKNECHT Karl (1918) : Trotz alledem !
  78. LIEBKNECHT Karl (1918) : Was will der Spartakusbund ?
  79. LIEBKNECHT Karl (1919) : Kamaraden ! Arbeiter !
  80. LIEBKNECHT Karl (1919) : Malgré tout !
  81. LIEBKNECHT Karl, USPD & SPD (1918) : Bedingungen zum Eintritt in die Regierung
  82. LUXEMBURG Rosa & SPARTAKUSBUND (1918) : Was will der Spartakusbund ?
  83. LUXEMBURG Rosa (1893) : L’année 1793 !
  84. LUXEMBURG Rosa (1898) : À quoi sert la politique coloniale ?
  85. LUXEMBURG Rosa (1902) : Martinique
  86. LUXEMBURG Rosa (1904) : Social-démocratie et parlementarisme
  87. LUXEMBURG Rosa (1906) : Blanquisme et social-démocratie
  88. LUXEMBURG Rosa (1908) : Tolstoï, comme penseur social
  89. LUXEMBURG Rosa (1912) : Dans l’asile de nuit
  90. LUXEMBURG Rosa (1912) : Im Asyl
  91. LUXEMBURG Rosa (1914) : Discours devant le Tribunal de Francfort
  92. LUXEMBURG Rosa (1914) : Le revers de la médaille
  93. LUXEMBURG Rosa (1918) : Assemblée nationale ou gouvernement des Conseils ?
  94. LUXEMBURG Rosa (1918) : Das alte Spiel
  95. LUXEMBURG Rosa (1918) : Der Anfang
  96. LUXEMBURG Rosa (1918) : Die kleinen Lafayette
  97. LUXEMBURG Rosa (1918) : Die Nationalversammlung
  98. LUXEMBURG Rosa (1918) : Eine Ehrenpflicht
  99. LUXEMBURG Rosa (1918) : L’Achéron s’est mis en mouvement
  100. LUXEMBURG Rosa (1918) : L’Assemblée nationale
  101. LUXEMBURG Rosa (1918) : Les petits Lafayette
  102. LUXEMBURG Rosa (1918) : Nationalversammlung oder Räteregierung ?
  103. LUXEMBURG Rosa (1918) : Parteitag der Unabhängigen SP
  104. LUXEMBURG Rosa (1918) : Protestresolution gegen das Vorgehen der deutschen Regierung im Osten
  105. LUXEMBURG Rosa (1918) : Schlussrede
  106. LUXEMBURG Rosa (1918) : Un devoir d’honneur
  107. LUXEMBURG Rosa (1918) : Unser Programm und die politische Situation
  108. LUXEMBURG Rosa (1918) : Korreferat zur Politik der USPD
  109. LUXEMBURG Rosa (1918) : Les masses « immatures »
  110. LUXEMBURG Rosa (1919) : Der erste Parteitag
  111. LUXEMBURG Rosa (1919) : Das Versagen der Führer
  112. LUXEMBURG Rosa (1919) : Die Ordnung herrscht in Berlin
  113. LUXEMBURG Rosa (1919) : Kartenhäuser
  114. LUXEMBURG Rosa (1919) : L’ordre règne à Berlin
  115. LUXEMBURG Rosa (1919) : Versäumte Pflichten
  116. LUXEMBURG Rosa (1919) : Was machen die Führer ?
  117. LÖWY Michael (1969) : Le marxisme révolutionnaire de Rosa Luxemburg
  118. MALATESTA Errico & COLLECTIF (1915) : L’Internationale anarchiste et la guerre
  119. MARAT Jean-Paul (1791) : Sur la loi Le Chapelier
  120. MARTOV Julius (1907) : La leçon des événements russes
  121. MARTOV Julius (1908) : Le Marxisme en Russie
  122. MARTOV Julius (1918) : À bas la peine de mort !
  123. MARTOV Julius : La Troisième Douma et les socialistes
  124. MARX Karl & ENGELS Friedrich (1848) : Le Manifeste du Parti Communiste
  125. MARX Karl (1852) : Pauperism and Free Trade. - The approaching commercial crisis
  126. MARX Karl (1856) : Appel au prolétariat anglais
  127. MARX Karl (1865) : Salaire, Prix et Plus-value
  128. MATTICK Paul (1960) : Anton Pannekoek, une biographie politique
  129. MATTICK Paul (1977) : Interview à Lotta Continua
  130. MEHRING Franz (1914) : Ein Protest
  131. MÜHSAM Erich (1918) : Revolutionäre, internationalistisch gesinnte kommunistische Arbeiter und Soldaten !
  132. O’CASEY Sean : The Story of the Irish Citizen Army
  133. PANNEKOEK Anton (1933) : L’acte personnel
  134. PANNEKOEK Anton (1933) : La destruction comme moyen de lutte
  135. PÉRET Benjamin (1945) : Le déshonneur des poètes
  136. PIATAKOV, BOSCH, BOUKHARINE (1915) : Thèses sur le droit des nations à l’autodétermination
  137. PIECK Wilhelm ( 1918) : Arbeiter, Soldaten, Genossen !
  138. POSPOLOV Pavel (1938) : Aperçu historique - La lutte de Boukharine contre Lénine et le Parti
  139. PROUVOST Léon (1921) : Le code bolchevik du mariage
  140. PYATAKOV, BOSCH, BUKHARIN (1915) : Theses on the right of nations to self-determination
  141. RADEK Karl (1919) : Nachruf auf Karl Liebknecht
  142. RUBEL Maximilien (1947) : Karl Marx et le socialisme populiste russe
  143. RUBEL Maximilien (1980) : Le socialisme réellement inexistant
  144. SCHEIDEMANN Philipp (1924) : Bericht über den 9. November 1918
  145. SCHMIDT Véra (1923) : Éducation psychanalytique en Russie soviétique
  146. SOREL Georges (1899) : L’éthique du socialisme
  147. SOREL Georges (1906) : Le caractère religieux du Socialisme
  148. SOVNARKOM (1918) : La patrie socialiste est en danger !
  149. SPD (1914) : Aufruf zum Massenprotest gegen die Kriegsgefahr
  150. SPD (1914) : Resolution der Berliner Arbeiterschaft gegen das Ultimatum Österreich-Ungarns an Serbien
  151. SPD Württembergs (1914) : Bericht über eine öffentliche Versammlung mit Karl Liebknecht
  152. TROELSTRA (1914) : Kautsky und der Zusammenbruch der II. Internationale
  153. TROTSKI Léon (1910) : Les intellectuels et le socialisme
  154. TROTSKI Léon (1916) : Salut à Franz Mehring et Rosa Luxemburg
  155. TROTSKI Léon (1919) : Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg
  156. TROTSKI Léon (1929) : Paris et Zimmerwald
  157. TROTSKI Léon (1939) : Un nouveau grand écrivain, Jean Malaquais
  158. TROTSKI Léon et al. (1915) : Manifeste de Zimmerwald
  159. TROTZKI Leo et al. (1915) : Das Zimmerwalder Manifest
  160. VOLINE (1939) : La naissance des « Soviets » ( janvier - février 1905 )
  161. VOLINE (1939) : Souvenirs sur Gapone et Janvier 1905
  162. WEIL Simone (1933) : Déclaration à la conférence d’unification des groupes de la gauche communiste
  163. ZETKIN Clara (1914) : Resolution für den Kampf gegen den Krieg